Home Studio Ratgeber Studio Mikrofone richtig nutzen

Studio Mikrofone richtig nutzen

Ein gutes Studio Mikrofon, sei es auch nur für das eigene Homerecording Studio, sollte zwingend mit der nötigen Hardware ausgestattet werden, damit es auch die volle Leistungsfähigkeit entfalten kann. Natürlich benötigt der Nutzer auch entsprechendes Know-How, um die hohen Anforderungen des Mikrofons an die Aufnahmeumgebung erfüllen zu können. Wir zeigen dir in unserem großen Mikrofon Ratgeber, wie du ein Studio Mikrofon perfekt für dein Home Studio nutzt.

Das perfekte Mikrofon finden

Ein Kondensatormikrofon ist schonmal bestens geeignet für dein neues Homestudio. Dank der besonders präzisen Messung der Kapazitätsänderung zwischen den Kondensatorplatten wird auch die Aufnahme letztendlich viel detaillierter. Der Raumanteil ist allerdings auch deutlich höher, was nochmals höhere Anforderungen an die Aufnahmeumgebung stellt. Dazu aber später mehr. Viel wichtiger ist für dein neues Mikrofon der Durchmesser und damit auch das Gewicht der Mikrofonmembran.

Je größer der Membrandurchmesser, desto schwerer ist diese letztendlich auch. Das Gewicht der Membran bestimmt, wie stark Schwingungen in der Luft sein müssen, um vom Mikrofon aufgenommen werden zu können. Je größer und schwerer die Membran, desto weniger Raumanteil und Hintergrundgeräusche landen auf den Aufnahmen. Aus diesem Grund solltest du dich für dein neues Studio Mikrofon für ein Großmembran-Kondensatormikrofon entscheiden. Das sind Modelle mit einem Membran-Durchmesser von 1 Zoll (2,54 cm).

Zubehör und Equipment

Für gute Aufnahmen bei dir zu Hause benötigst du natürlich auch entsprechendes Zubehör und Equipment. Vor allem das Audio Interface ist hier essentiell wichtig für die Qualität der Aufnahmen. Unter Umständen kann natürlich auch ein Mischpult dazwischengeschaltet werden, um die Klangfacetten nochmals einzeln justieren zu können – dies geht jedoch meist mit einem Verlust an Aufnahmequalität einher, davon ist also abzuraten. Viel eher sollte direkt die Aufnahmeumgebung besser gestaltet werden.

Ein wichtiges Zubehörteil ist natürlich der Mikrofonständer. Dort wird das Mikrofon angebracht und auf die richtige Höhe positioniert. Das Mikro selbst hängt jedoch nicht am Ständer, sondern in einer Mikrofonspinne, die wiederum am Mikrofonständer angebracht ist. Diese Spinne lagert das Mikrofon elastisch, sodass Stöße oder Erschütterungen das Mikrofon nicht in Bewegung versetzen und diese Störelemente nicht auf den Aufnahmen landen. Auch ein Popfilter / Popschutz / Popkiller kann nützlich sein, um die Qualität der Aufnahmen zu erhöhen.

Den meisten Mikros liegt ohnehin ein Popfilter bei. Gerade bei günstigen Modellen ist dieser jedoch nicht immer von hoher Qualität. Hier sollte auf eine lückenlos gute Verarbeitung und eine ausreichend große Abdeckfläche des Mikrofonkorbes geachtet werden. Ein Reflexionsfilter hinter dem Mikrofon kann zusätzlich dabei helfen, Echos und andere Störelemente nicht in die Membran zu lassen. Dies ist jedoch eher für fortgeschrittene Nutzer und professionellere Projekte nötig.

Das Home Studio richtig einrichten

Hast du erstmal dein Mikrofon und die übrige wichtige Hardware zusammen, gilt es, das Equipment möglichst vorteilhaft zu positionieren, um eine möglichst hohe Soundqualität zu erreichen. Das Mikrofon in der Spinne sollte beispielsweise mit dem Korb nach unten hängen. Das führt dazu, dass die Wärmeentwicklung, die bei längeren Aufnahmesessions auftritt, nicht die Membran passiert und somit die Aufnahmen nicht verwaschen.

Das Audio Interface sollte eine möglichst hohe Sampling-Rate und starke Mikrofon-Vorverstärker aufweisen. Auch die Software (DAW – digital audio workstation) sollte dann über die gleich hohe Samplingrate (auch Abtastrate genannt) verfügen. Wichtig: Den Gain, also die Eingangslautstärke am Audio Interface, nur gerade so hoch aufdrehen, dass der Sound nicht übersteuert. Eine Übersteuerungsanzeige (Peak) kann insbesondere Einsteigern dabei helfen, ein gutes Setting einrichten zu können.