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Schalldruckpegel / Grenzschalldruck

Der Schalldruckpegel ist eine Einheit  zur Messung der Intensität akustischer Ereignisse. In der Praxis gibt dieser Wert also die Lautstärke einer Schallquelle oder eines Ereignisses in dB an. Gemessen werden diese Werte mit Mikrofonen, wobei der messbare Bereich zwischen 0 dB und ca. 150 – 160 dB liegt. Alles andere wäre ohnehin vom menschlichen Ohr kaum noch zu unterscheiden und die Grenzen der Physik schieben weiteren Messungen hier einen Riegel vor.

Bei einem Mikrofon – speziell bei Kondensatormikrofonen für den Homestudio Gebrauch – spielt der Schalldruckpegel in Verbindung mit dem Grenzschalldruck eine große Rolle. Dieser Wert gibt an, wie laut eine Schallquelle sein kann, damit das Mikro diesen in seiner natürlichen Ausprägung erfassen kann. Jede Lautstärke, die über einen bestimmten Wert geht, wird dann gestaucht und verliert deutlich an Qualität, wobei auch die Mikrofonmembran bei extremen Lautstärken Schaden nehmen kann.

Der Grenzschalldruck in der Praxis

Der sogenannte Grenzschalldruck gibt also die maximale Lautstärke an, die vom Mikrofon erfasst werden kann. Sowohl bei Studio-Aufnahmen, als auch bei Live-Auftritten spielt dies eine große Rolle. Da dynamische Mikrofone in der Regel einen höheren Grenzschalldruck (ca. 150 – 160 dB) als Kondensatormikrofone (120 – 130 dB) ist dies auch ein Grund, warum das Kondensatormikrofon der Standard für Studioaufnahmen ist und dynamische Mikrofone sich auf der Bühne perfekt entfalten können.

Hin und wieder gibt es auch Mikrofone, die einen besonders niedrigen Grenzschalldruck oder einen besonders hohen Wert in diesem Bereich besitzen. In der Praxis bewegen sich die meisten Lautstärken im Homerecording Studio in einem Bereich, der von allen gängigen Mikros aufgenommen werden kann. Am Audio Interface kann eine sogenannte Übersteuerungsanzeige dabei helfen, die Überschreitung des Grenzschalldrucks zu erkennen und somit gegebenenfalls das Setting oder die Lautstärke der Schallquelle anzupassen.