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Sampling-Rate / A-D-Wandlung

Wer ein Kondensatormikrofon mit XLR Anschluss betreiben möchte, der braucht natürlich ein Mischpult oder ein Audio Interface, um die Daten an einen Aufnahmerechner senden zu können. Hier gibt es große Unterschiede in den technischen Ausführungen bei den einzelnen Modellen – wir zeigen, was die wichtigsten Metriken (nämlich Sampling-Rate und Wandler-Bandbreite) in der Praxis bedeuten.

Sampling-Rate

Die Sampling-Rate gibt grob gesagt an, wie oft pro Sekunde der Status des Sounds abgefragt wird. Die meisten USB Mikrofone, die über eingebauten Audio Interfaces verfügen, besitzen eine Sampling-Rate von 48 kHz. Das ist kein besonders hoher Wert, schließlich wird hier nur 48.000 mal pro Sekunde der aktuelle Signalwert ermittelt und den Aufnahmen zugeführt.

Je höher die Sampling-Rate, desto qualitativ hochwertiger sind die Aufnahmen unterm Strich. Wirklich starke Interfaces, wie zum Beispiel Steinberg Geräte, verfügen sogar über 192 kHz, während die meisten Homerecording-Modelle etwa 96 kHz bieten. Wichtig ist stets, dass alle Peripheriegeräte die gleiche Mindest-Samplingrate aufweisen.

Während ab einem bestimmten Punkt (etwa 96 kHz) kaum noch Unterschiede zu höheren Sampling-Raten hörbar werden, machen sich gerade enorm niedrige kHz-Werte deutlich bemerkbar. Zwar reicht die Qualität entsprechender Aufnahmen für die Ansprüche im Homerecording Studio meist aus, für professionellere Produktionen sollte jedoch auf ein stärkeres Gerät mit einer höheren Sampling-Rate aufgerüstet werden.

Wandler-Bandbreite

In jedem Audio Interface, egal ob extern oder intern, ist ein A/D-Wandler verbaut. Dieser Wandler sorgt dafür, dass die analogen Signale, die vom Mikrofon erzeugt werden, in digitale Signale umgewandelt werden und vom PC ausgelesen werden können. A/D-Wandler gibt es nicht in externer, bzw. separater Form – man findet sie lediglich verbaut in Audio Interfaces oder Mischpulten.

Entscheidend ist bei der Umwandlung der Signalart nicht die kHz-Anzahl, sondern die Bandbreite, mit der die Umwandlung von Statten geht. Je höher die Bandbreite, desto höher die Qualität der Aufnahmen. Aktuelle Modelle bieten in der Regel 24 bit Wandler, wobei es hier auch kaum Abweichungen nach oben oder unten gibt. In der Praxis wären diese Unterschiede ohnehin kaum zu hören.