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Frequenzbereich / Frequenzgang

Der Frequenzbereich (auch Frequenzbreite genannt) gibt an, bei welchen Frequenzen das Mikrofon empfindlich ist und welche Schallwellen aufgenommen werden können. Die meisten Kondensatormikrofone verfügen über eine Frequenzbreite, die in etwa den Möglichkeiten des menschlichen Gehörs entspricht – dieses ist allerdings vom Alter, den genetischen Voraussetzungen und eventuellen Hörschäden abhängig.

Der Frequenzbereich bei einem Mikrofon ist dabei von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, wobei vor allem die Membrangröße und damit das Membrangewicht ausschlaggebend für sämtliche Werte der Frequenzen ist. Außerdem gibt es Unterschiede, die die Bauart des Mikrofons betreffen: Dynamische Mikrofone und Kondensatormikrofone haben in der Regel andere Frequenzeigenschaften. Das ist auch der Grund für die verschiedenen Eignungen der jeweiligen Mikrofon-Typen.

Frequenzgang bei einem Mikrofon

Der Frequenzgang eines Mikrofons bestimmt den detaillierten Verlauf der Frequenzkurve entlang der verschiedenen Frequenzhöhen. Hierbei unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten von Frequenzgängen, die beide ihre Vor- und Nachteile, sowie ihre individuellen Eignungen in der Praxis haben: Den linearen Frequenzgang und den konturierten Frequenzgang.

Linearer Frequenzgang:

Beim linearen Frequenzgang baut sich die Empfindlichkeit des Mikrofons zunächst auf (am unteren Ende der Frequenzbreite) und bleibt dann bis in die oberen Bereich konstant. Dieses Verhalten führt dazu, dass Sound egal welcher Lautstärke und unabhängig der Höhe des Tons ausgeglichen und realitätsnah aufgenommen wird. Bühnenmikrofone nach dynamischer Bauart verfügen meist über einen linearen Frequenzgang.

Kontinuierter Frequenzgang:

Bei einem konturierten Frequenzgang werden bestimmte Bereiche der Frequenzbreite gezielt nach oben oder unten geregelt, um bestimmte Veränderungen im Klangbild herbeizuführen. Dies ist immer dann vorteilhaft, wenn ein bestimmter Klangcharakter erwünscht ist. Bei Studio-Mikrofonen werden häufig konturierte Frequenzgänge erzeugt, da diese dann bestimmte Stimm-Merkmale unterstreichen. Eine kleine Anhebung knapp oberhalb von 10 kHz hat sich in der Praxis als sehr gut herausgestellt.